Der Leuchtturm in Jandia markiert den südlichsten Punkt der Insel. Viele vermuten der südlichste Punkt Fuerteventuras, ist das wilde Ende der Insel - die „Punta de Jandia“. Doch Tatsache ist Jandia der südlichste Ort der Insel.
Dieses geografische Detail sorgt dafür, dass der Strandabschnitt vorm Leuchtturm der Playa Matoral einige der besten Wellen der Insel beherbergen kann.
So unterschiedlich das Meer an diesem Strandabschnitt aussehen kann, von liebliche spiegelglatte Badewanne in türkis-blau, über stürmisch mit vielen windgepeitschten Schaumkronen, zu perfekten 2 Meter hohen lang brechenden Wasserwänden – sind auch die Bedingungen die dieses Surfjuwel zum Leben erwecken.
Saubere kleine Linke Wellen am Strand in Jandia vorm Leuchtturm
Beginnen wir mit den Bedingungen im Sommer und Frühjahr die Jandia mit Windwellen versorgen, welche man sogar für fortgeschrittene Shortboard Surfer reizvoll sein können.
Der im letzten Artikel beschriebene Windswell produziert, je südlicher er die Küste trifft, umso größere Wellen. Am Ortseingang und nordöstlichen Teil der Playa Matoral sind diese Windwellen noch lange sanfte Linksbrecher. Am südlichsten Zipfel des Strandes, genau vorm großen Leuchtturm, werden diese Wellen hohl, steil und schnell und brechen nicht selten sogar als Tubes. Ein einfacher Windswell kann am richtigen Tag und zum richtigen Zeitpunkt hier Wellen erzeugen, die man sonst auf einem Riff vermuten würde.
Perfekter Rechts-Pointbreak über Sand am Strand von Jandia
Doch nun zu den Wellen, wegen denen Fuerteventuras Süden als Geheimtipp unter Surfern gilt.
Wenn Groundswells groß genug oder westlich genug sind, können sie auch den Süden der Insel erreichen. Das Augenmerk sollte dabei vor allem auf der Richtung des Swells liegen, umso westlicher umso besser. Gerade die Hurikan Saison in der Karibik sorgt für viele dieser Swells. Triffen diese Wellen die südliche Küste, dann tun sie dies nicht frontal sondern seitlich. Ideale Vorraussetzungen für einen Pointbreak.
Und was für ein Pointbreak Jandia (oder von vielen auch „Cruz Roja“ genannt) ist – die Welle beginnt in ruhigem Wasser sanft und schulterhoch abzubrechen und wird in ihrem Verlauf immer steiler, schneller und sogar hohl. Die Endsektion kann ohne Übertreibung bekannten Pointbreaks wie Snaper Rocks oder Kirra Point Paroli bieten.
Als i-Tüpfelchen ist der Wind in Jandia auf Grund des dominanten Passatwindes eigentlich immer offshore ;)
Tipp
Jandia ist nur 15 Minuten zu Fuß von unserem Surfcamp und unserem Büro in Morro Jable entfernt. Mit einem unserer Beach Cruiser Bikes seid Ihr noch schneller unterwegs. Ideal um sich nach dem Surfkurs in den Abendstunden noch ein bisschen in den Wellen auszutoben.