Surfen in Esquinzo im Süden Fuerteventuras

Esquinzo auf Fuerteventura ist eine kleine Siedlung an der Ostküste der Südhalbinsel. Die südliche Halbinsel beginnt bei Costa Calma. Hier beginnen auch die langen, wunderschönen Sandstrände, die bei Urlaubern und Surfern gleichermaßen beliebt sind.

Während diese Strände am Anfang noch sehr breit sind, werden sie Richtung Süden etwas schmaler. Auch das Hinterland verändert sich vom anfangs wüstenartigen „Istmo de La Pared“, zu der bergigen Landschaft des südlichen Fuerteventuras. Am langen Strand gibt es nun einzelne schmale Abschnitte und steinige Landzungen, hinter welchen sich größere Buchten öffnen.

Die unter Surfern bekannteste kleine Landzunge mit nachfolgender Bucht liegt unterhalb der kleinen touristischen Siedlung Esquinzo.

Bei passenden Windbedingungen können hier lange, sanfte, linke Wellen brechen, so wie du sie vielleicht aus alten Surffilmen wie „Endless Summer“ kennst. Surfen in Esquinzo auf Fuerteventura im Süden, bedeutet also Windwellen zu surfen.

Surfen in Jandia, Cruz Roja
Promenade von Morro Jable
Der Strand von Morro Jable, Blickrichtung Jandia
Surfen in Jandia, Surfspot El Pozo
Ein Fischer im Hafen von Morro Jable
Restaurant in der Bucht von Morro Jable
Sonnenaufgang in Morro Jable
Malerischer Sonnenuntergang am Surfspot Cruz Roja
SUPer in Morro Jable
Surfen am Surfspot Esquinzo auf Fuerteventura

Anfahrt nach Esquinzo, Fuerteventura

Den Strandabschnitt unterhalb des Ortes von Esquinzo, an dem die Wellen brechen, erkennst du schon von der Autobahn aus. Diese führt an der Stelle über ein hohes Viadukt, von wo aus du hinunter zum Strand sehen kannst.

Kommst du auf dieser Autobahn angefahren, dann musst du hier die Abfahrt nach „Butihondo“ nehmen. Kommst du aus dem Norden, dann ist diese Autobahnabfahrt die letzte, bevor sie endet und du nach Jandia hineinfährst.

Nach der Abfahrt am großen Kreisverkehr, folgst du der alten Landstraße für einige hundert Meter in Richtung Esquinzo und biegst dann in die Siedlung ab. Die kleine Straße im Ort bringt dich bis zum Naturparkplatz oberhalb des Strandes. Auf der anderen Straßenseite ist der einzige Supermarkt im Ort.

Du kannst das Auto entweder hier oben am Rand der Bucht parken oder der Schotterpiste vorsichtig weiter folgen bis zum kleinen Parkplatz direkt vor dem Strand, den du von hier schon gut sehen kannst. Dann parkst du quasi direkt am Beginn der Welle.

Essen mit Freunden in Morro Jable
Beach Volleyball am Strand von Morro Jable
Skaten in Jandia
Abends in der Bucht von Morro Jable
Mit den SUP Boards durch Morro Jable

Die Wellen in Esquinzo auf Fuerteventura

Die Wellen in Esquinzo brechen immer von rechts nach links und werden deshalb auch „Linke Wellen“ oder „Linkshänder“ genannt.

Wie an allen Stränden, an denen regelmäßig Wellen brechen, verändert sich auch die Lage des Sandes am Strand von Esquinzo. Im Vergleich zu anderen Stränden wie zum Beispiel La Pared oder am Strand Cruz Roja in Jandia, verändert sich die Form und Lage der Wellen in Esquinzo nicht so stark. Die Welle beginnt fast immer vor der markanten, von großen Steinen gesäumten Landzunge, die den Strand in zwei Abschnitte teilt.

Surfer, welche sicher ungebrochene, grüne Wellen anpaddeln und surfen können, starten die Welle direkt vor den Steinen. Surfer, die noch nicht so lang surfen, sind etwas weiter rechts von den Steinen am Beginn der Bucht.

An guten Tagen kannst du diese Welle vom Anfang der Landzunge bis weit in die Bucht hinein surfen.

Umso kräftiger der Windswell ist, umso größer werden auch die Wellen in Esquinzo auf Fuerteventura. Trotzdem gibt es nur wenige Tage im Jahr, an denen du in Esquinzo mit einem Shortboard surfen kannst. Das beste Brett für diese sanften, lang laufenden Wellen ist ein Longboard oder Malibu. Auch Fishboards mit viel Volumen eignen sich, brauchen aber schon etwas größere Wellen, um in Esquinzo richtig zu funktionieren.

Leuchtturm punta de jandia auf Fuerteventura
Fuerteventuras Süden, Surfer in Cofete
Fischerdorf auf Fuerteventura im Süden
Fischerboote im Hafen von Morro Jable
Sanddüne in Jandia
Wanderweg Buen Paso auf Fuerteventura
Steine am Strand von Fuerteventura
Wellen bei starkem Wind
Dünen von Fuerteventura
Brechende Welle in Fuerteventuras Süden

Bei welchen Bedingungen surfst du in Esquinzo auf Fuerteventura?

Die Wellen in Esquinzo werden durch sogenannten Windswell erzeugt. Wie der Name schon verrät, entsteht ein solcher Windswell durch starke lokale Winde. Diese Winde sind in Fuerteventura nicht selten und standen auch Pate beim Namen der Insel. Fuerteventura heißt wörtlich ins Deutsche übersetzt nichts anderes als „starker Wind“. Am häufigsten sind diese starken Winde im Frühjahr und vor allem in den Sommermonaten.

Damit der Wind Wellen formt, die wir Surfer abreiten können, muss er für mindestens anderthalb Tage am Stück durchwehen. Es kommt allerdings nicht nur auf die Dauer an, sondern auch auf die Windstärke und auf die Windrichtung.

Als Faustformel kannst du dir merken, dass die Windgeschwindigkeit am besten durchgängig über 20 Knoten liegt. Außerdem ist wichtig, dass der Wind nicht zu sehr aus nördlicher Richtung kommt. Sonst erreichen die Windwellen die Ostküste der Südhalbinsel Fuerteventuras nicht und damit auch nicht Esquinzo.

An den meisten Tagen auf Fuerteventura kommt der Wind aus nordöstlicher Richtung. Winde aus dieser Richtung sind dank der geografischen Ausrichtung des Südens an der Ostküste, und damit auch in Esquinzo, immer ablandig.

Das bedeutet, dass Windwellen in Esquinzo auf Fuerteventura oft bei ablandigem Wind brechen und somit besonders sauber und leicht zu surfen sind.

Kommt der Wind aus östlicher Richtung, dann formt er natürlich auch Windwellen. Dieser Windswell entsteht allerdings bei auflandigem Wind. Dann ist der Wind an der Westküste logischerweise ablandig und die Wellen in La Pared brechen besonders sauber und gut.

In Esquinzo auf Fuerteventura kannst du bei allen Gezeitenständen surfen. Fortgeschrittene surfen eher bei Flut dicht an den Steinen der Landzunge vorbei. Anfänger surfen bei Ebbe im Weißwasser oder die ersten, grünen Wellen weiter entfernt von den Steinen.

Fischerboot in Morro Jable auf Fuerteventura
Tapas Bar auf Fuerteventura
Das Dorf Morro Jable auf Fuerteventura
Beach Cruiser in Jandia
Kleine Geschäfte auf Fuerteventura
Sonnenuntergang in Morro Jable
Fischrestaurant in Morro Jable
SUPen in Morro Jable
Tapas Bar auf Fuerteventura
Weg zum Strand von Morro Jable

Worauf musst du achten beim Surfen in Esquinzo?


Wie auch an den anderen Surfspots und Stränden der Ostküste gibt es in Esquinzo vergleichsweise wenig bis keine Gefahren.

Durch die seitlich auf den Strand treffenden Wellen gibt es eine Strömung, welche von Norden nach Süden parallel zum Strand zieht. Diese Strömung ist nicht gefährlich, denn sie zieht Surfer nicht aufs offene Meer oder auf gefährliche Steine oder Klippen.

Allerdings treibt dich diese Strömung weg vom Anfang der Welle. Das bedeutet, du solltest dir am Strand von Esquinzo immer Landmarkierungen suchen, um die eigene Position im Wasser gut bestimmen zu können. Sonst bemerkst du beim Warten auf Wellen nämlich oft erst zu spät, dass du schon viel zu weit den Strand hinabgetrieben bist.

Durch lokale Winde erzeugte Wellen haben weniger Kraft, als „normale“ Wellen. Letztere entstehen im Nordatlantik und brechen erst an der West- und Nordküste Fuerteventuras, nachdem sie mehrere tausend Kilometer gewandert sind.

Außerdem brechen Windwellen in vergleichbar flachem Wasser. Du solltest in Esquinzo nach einer gesurften Welle immer vorsichtig vom Brett absteigen. Der Sand ist weich, doch das Wasser ist am Ende einer Welle oft nur noch knietief, also viel zu flach für Kopfsprünge oder ähnliches. Das bedeutet natürlich auch, dass die Wellen, die über die Steine am Anfang der Landzunge brechen, in sehr flachem Wasser brechen. Obwohl diese Wellen weniger Kraft haben, solltest du trotzdem aufpassen nicht unglücklich zu stolpern.

Diese Gefahren sind jedoch im Vergleich zu „normalen“ Surfer Stränden marginal, deshalb ist Esquinzo auf Fuerteventura auch ein beliebter Surfspot für Anfänger und Familien mit Kindern.