Surf Glossar - V: Von Volumen bis Vorfahrtsreglungen

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Verletzungen

Wie bei jeder Sportart, so kann man sich auch beim Wellenreiten verletzen. Wichtig ist eine gewisse Vorsicht im Umgang mit den Mitsurfenden und seinem Surfmaterial. Schützt immer euren Kopf und das Genick und macht euch so klein wie möglich, wenn ihr vom Brett fallt. Geht immer so weit, wie ihr selbst gehen wollt. Nur ihr selber wisst, wie gut eure Kondition und euer Können schon ist. Wenn ihr diese Dinge und die Regeln beachtet, seid ihr immer auf der sicheren Seite.

Volumen

Dieser Begriff kommt aus dem Materialbereich. Das Volumen gibt an wieviel Schwimmfähigkeit ein Surfbrett besitzt und ergibt sich aus Größe, Breite und Dicke des Surfbretts. Ein Board mit viel Volumen hat viel Auftrieb. Bei Windsurfbrettern mißt man das Volumen in Litern, bei Surfbrettern zum Wellenreiten ist das nicht üblich.

Vorfahrtsregeln

Grundsätzlich gilt: Der Surfer, der dem brechenden Teil der Welle am nächsten ist, hat Vorfahrt.
Schon beim Anpaddeln einer Welle kann man sehen, ob sich ein anderer Surfer in der Vorfahrtsposition befindet. Wenn zwei Surfer gleichzeitig in die Welle starten, hat einer der Surfer Vorfahrt, der andere muss so schnell es geht wieder die Welle verlassen (aufhören zu paddeln, bremsen oder über die Wellenschulter absteigen). Bleibt man in der Welle und nimmst damit dem anderem in der Welle und nimmt dem anderen Surfer die Vorfahrt, sorgt das oft für schlechte Stimmung im Line Up.
Nehmt Ihr einem anderen Surfer versehentlich die Vorfahrt, entschuldigt euch. Jeder macht mal Fehler. Nehmt Rücksicht aufeinander und nicht jede Welle um der Vorfahrt Willen. Eine gute Stimmung im Line Up ist für jeden von Vorteil.

Auch für das Rauspaddeln aufs Meer gibt es Vorfahrtsregeln. Der Surfer, der die Welle reitet, hat immer Vorfahrt vor dem Surfer, der rauspaddelt. Paddelt niemals in die Welle, die bereits ein anderer Surfer fährt. Das bedeutet im unangenehmsten Fall auch, dass ihr den nicht so komfortablen Weg durch das Weißwasser wählen müsst, um an den gewünschten Punkt im Line Up zu gelangen.
Solltet ihr einmal beim Rauspaddeln euer Brett verlieren, versucht unbedingt es kontrolliert bei euch zu behalten. Umherfliegende Bretter sind sehr gefährlich und können Euch und andere Surfer verletzen.
Wenn Ihr beim rausspaddeln bemerkt Ihr seid auf Kollisionskurs mit dem Surfer auf der Welle - macht Euch bemerkbar, denn: Vorfahrt hin und her, aber niemals zu Lasten der Sicherheit. Wenn ein Surfer auf euch zugefahren kommt und ihr könnt im nicht mehr ausweichen, muss er seinen Ritt abbrechen. Glücklich sein darüber, wird er freilich nicht, deshalb ist eine kurze Entschuldigung hinterher Pflicht.

Hier noch mal die Vorfahrtsregeln kurz zusammen gefasst:
1. Ein Surfer, der dem brechenden Teil der Welle am nächsten ist, hat Vorfahrt.
2. Eine Welle, ein Surfer. Paddelt nicht zu zweit, dritt, viert in eine Welle. Es sei denn ihr wisst was ihr tut und das Ganze ist beabsichtigt.
3. Der Surfer, der die Welle reitet, hat immer Vorfahrt vor dem Surfer, der rauspaddelt.
4. Line Up heißt auch sich in einer Reihe anstellen. Nach dem ihr eine Welle gesurft habt, ist der nächste dran und ihr stellt euch wieder hinten an, bis ihr wieder an der Reihe seid.
5. Rücksicht üben. Bitte gefährdet euch nicht gegenseitig und habt auch Verständtnis für Anfänger. Jeder hat mal mit dem Surfen begonnen.

Wenn ihr einem anderen Surfer die Vorfahrt nehmt, indem ihr in eine Welle startet, die schon von einem anderen Surfer gesurft wird, bezeichnet man dies auch als Reindroppen oder Drop In.
Eine andere Art des Vorfahrtnehmes ist das sogenannte "Snaken".
Snaken meint, dass man sich beim warten auf die Welle immer dichter am brechenenden Teil der Welle platziert als alles anderen. Man erzwingt sich quasi die Vorfahrt. Natürlich bemrken das auch die anderen Surfer und die Konsequnz wird ein (völlig berechtigter) Drop In in eure Welle sein. Also wartet beim rauspaddeln im Line Up bis ihr wieder an der Reihe seid.

Verhaltet euch immer fair und respektvoll im Line Up. Wenn ihr rauspaddelt, schätzt euch richtig ein und benehmt euch immer so, wie ihr selbst behandelt werden wollt. Lokale Surfer sind nicht immer die freundlichsten. Tastet euch also langsam an euer "Umfeld“ heran und paddelt nicht einfach wild drauf los.

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